ZHAW
Ein sicheres Zuhause für Hochschul-Daten

Die ZHAW hat ein rasantes Wachstum hinter sich – bei der Anzahl Studierender ebenso wie in der IT. Bild: Stefan Kubli

Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften wuchs in den vergangenen Jahren rasant – sowohl bei den Studierenden wie bei der Datenmenge. Mit der Auslagerung ihres primären Rechenzentrums in zwei Private Rooms von DataHub hat die ZHAW die Verfügbarkeit und Sicherheit ihrer Daten massiv erhöht. 

Gerade mal 4‘400 Studierende zählte die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (bzw. deren Vorgängerinstitution), als Stefan Sandri zum IT-Team stiess. Heute, zwölf Jahre später, sind es rund 12‘000 Studierende in grundständiger Lehre,  6‘000 Studierende in der Weiterbildung sowie 3‘000 Mitarbeitende. «Nicht nur die Anzahl der Studierenden, sondern auch die IT-Infrastruktur und die Menge der Daten sind rasant gewachsen. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Verfügbarkeit und Sicherheit stark gestiegen», erklärt Stefan Sandri, Leiter Data & Voice Communications ZHAW. «Das war eine sehr anspruchsvolle Zeit. Wir kamen mit der Nachrüstung unserer IT fast nicht hinterher.»

Rechenzentrum-Infrastruktur keine Kernkompetenz

Die wichtigste Aufgabe von Sandris Team ist der Unterhalt und die Weiterentwicklung des IT-Netzwerks und der Netzwerk-Services der ZHAW. Keine leichte Aufgabe in einer Hochschule, die über 60 Gebäude an den Standorten Winterthur, Zürich und Wädenswil umfasst. Nach einem glimpflich abgelaufenen Zwischenfall im Sommer 2012 – das primäre Rechenzentrum fiel in der schulfreien Periode aus – erarbeitete die ZHAW eine neue Rechenzentrum-Strategie. Die Leitidee bestand darin, das primäre Rechenzentrum zu einem Spezialisten in der Region Winterthur auszulagern und das eigene, sekundäre Rechenzentrum nachhaltig aufzurüsten.

Mit der DCIM-Software hat die ZHAW das aus- gelagerte Rechenzentrum jederzeit im Griff.

Mit der DCIM-Software hat die ZHAW das aus- gelagerte Rechenzentrum jederzeit im Griff.

Ein neues Data Center für die ZHAW

Die ZHAW klärte auch mit Hans Jörg Rütsche und Peter Gorini von DC ONE AG ab, ob ihnen ein Partner für das externe Data Center bekannt war. Doch die beiden Data-Center-Spezialisten fanden in der Agglomeration Winterthur keinen Partner, der die Kundenanforderungen erfüllte. Deshalb fassten sie einen kühnen Entschluss: Sie bauten kurzerhand ein eigenes Data Center in Winterthur. Die DataHub AG war geboren und eröffnete ihren ersten eigenen «Daten-Tresor» bereits im Herbst 2015: den DataHub Winterthur. Rütsche und Gorini liessen ihr langjähriges Know-how in den Bau einfliessen – er entspricht dem Tier III+ Standard und ist so gut wie in jeder Beziehung «State of the Art».

Zwei Private Rooms gemietet

Die IT-Migration verlief gemäss Stefan Sandri reibungslos. Im Februar 2016 wurden die ersten, im Juli die letzten Server in die beiden Private Rooms verschoben. «Wie bei jedem Data Center Projekt hatte auch die ZHAW ihre eigenen, hohen Anforderungen. Mit gegenseitigem Verständnis und offener, professioneller Kommunikation konnten wir den Strategiewechsel der ZHAW nahtlos umsetzen», erklärt Hans Jörg Rutsche, COO DataHub AG. In einem Private Room beherbergt die ZHAW die Server- und Storage-Infrastruktur der zentralen ICT-Abteilung. Im anderen bietet sie für verschiedene interne Departemente ein Housing an. Beide Private Rooms verfügen über einen standardisierten Innenausbau mit dem bewährten Warmgangsystem von Schneider Electric. Der DataHub Winterthur erreicht einen ausgezeichneten PUE-Wert von 1,3. Möglich machen dies hoch effiziente Kühlgeräte sowie ein neu entwickeltes Free-Cooling-Konzept mit Einbezug der Generatorkühlung in die Rückkühler. «Die grösstmögliche Energieeffizienz war von Beginn an unser Ziel», erklärt Peter Gorini, Chief Marketing Officer bei DataHub. Denn mit jeder nicht gebrauchten Kilowattstunde Strom spart die ZHAW Geld.

Sicherheit gross geschrieben: biometrische Zugangskontrolle bei DataHub.

Sicherheit gross geschrieben: biometrische Zugangskontrolle bei DataHub.

«Kann wieder ruhig schlafen»

«Der IT-Betrieb in eigenen Räumlichkeiten benötigt spezialisiertes Know-how in vielen Bereichen, bindet viel Personal und erfordert Stellvertretungen», sagt Sandri. «Zudem ist er verhältnismässig teuer, wenn man eine topmoderne Infrastruktur braucht wie wir». Seine Bilanz für das Outsourcing in den DataHub Winterthur fällt positiv aus. «Betrieb, Überwachung und Life-Cycle der Energieversorgung, der Kühlung und der Sicherheit, sowie die Kapazitätsplanung – darum müssen wir uns nicht länger kümmern. Unser neues Rechenzentrum funktioniert einwandfrei und die Infrastruktur bleibt dank DataHub immer auf dem neusten Stand der Technik. Nun schlafe ich wieder ruhiger und kann mich mit meinem Team auf strategische Aufgaben konzentrieren.» Aktuell führt die ZHAW UCC-Telefonie für alle 3000 Mitarbeitenden ein, das Core-Netzwerk wird aufgewertet und WLAN flächendeckend ausgebaut. Selbstverständlich gehören auch E-Mail, E-Learning, Speicher und Netzwerk-Zugang für die Studierenden dazu – jederzeit, rund um die Uhr.

«Unser Rechenzentrum bleibt dank dem Outsourcing zu DataHub immer auf dem neusten Stand der Technik. Nun schlafe ich wieder ruhig und kann mich mit meinem Team auf strategische Aufgaben konzentrieren.»

Stefan Sandri, Leiter Data & Voice Communications ZHAW

Lösung Private Room im Detail

  • 2 hochsichere Private Rooms mit total 30 Racks
  • Standard Tier III+
  • Redundante Klimatisierung mit Kältenetz 2N
  • Stromanbindung 230 V/13 A (4 kW pro Rack)
  • 720 kWh Stromverbrauch pro Monat inklusive
  • USV- und Dieselgenerator 2N
  • Sicherheit: Stickstofflöschanlage, Brand-Früherkennung, Rauchmelder, Videoüberwachung
  • Zugang 24/7 mit biometrischem Zutrittsbadge
  • DCIM StruxureWare for Datacenter
  • Dedizierte Darkfiber von 2 Providern, trasseeredundant

Vorteile auf einen Blick

  • Risikominimierung dank professioneller Data Center-Infrastruktur (mit 2N Redundanz)
  • Spezialisten halten das RZ auf dem neusten Stand der Technik
  • 24/7 Zutritt und Live-Überwachung (DCIM)
  • Möglichkeit, sich auf eigene IT-Kernkompetenzen zu konzentrieren
  • Energieeffizienz sorgt für tiefere Kosten
  • Transparentes Preismodell
  • Problemlose Skalierbarkeit dank modularer Bauweise
Topmoderne Infrastruktur für die ZHAW: Hans Jörg Rütsche, Stefan Sandri und Peter Gorini (v.l.) Bilder: Stefan Walter

Topmoderne Infrastruktur für die ZHAW: Hans Jörg Rütsche, Stefan Sandri und Peter Gorini (v.l.) Bilder: Stefan Walter